Stromnetze müssen stabil bleiben, auch wenn sich die Belastung ändert. Dafür sorgen Transformatoren. Sie passen die Spannung an, damit Geräte zuverlässig funktionieren. Dazu können Transformatoren verschiedene Spannungen aufnehmen und ausgeben.
Um diese Spannung während des Betriebs einstellen zu können, nutzt man sogenannte Stufenschalter, die unterschiedliche Wicklungsanzapfungen ansteuern.
Bei Umschalten der Stufen eines Regeltransformators entstehen kurzfristig hohe Stromspitzen (Stoßströme), wenn die Kontakte von einer Wicklungsanzapfung zur nächsten wechseln.
Vor der Erfindung des Widerstandsschnellschalters mussten die Transformatoren deshalb vor einem Schaltvorgang abgeschaltet und danach wieder eingeschaltet werden. Das Ergebnis in einer Zeit der isolierten Netze: Stromausfälle.
Dieses Problem löst der von Dr.-Ing. Bernhard Jansen entwickelte Widerstandsschnellschalter durch ein zweistufiges Schaltprinzip.
Der kritische Moment ist die Übergangsphase, in der sonst hohe Ströme oder Funken entstehen könnten. Damit diese Gefahren nicht auftreten, erfolgt der Kontaktwechsel in Millisekunden und mit klar definiertem Widerstandseinsatz.
Ein Widerstandsschnellschalter besteht im Wesentlichen aus:
Die Kontakte bewegen sich in einer genau festgelegten Reihenfolge (Schaltlogik), um jeden Kurzschluss zu vermeiden.
Mit dieser Erfindung wurde erstmals eine Spannungsanpassung im laufenden Betrieb möglich. Das war entscheidend für:
Ohne die Erfindung des Widerstandsschnellschalters wäre die Vermaschung und flexible Netzregelung, wie wir sie heute kennen, nicht denkbar. Heute regeln Lösungen von MR etwa die Hälfte der weltweiten Energie.