Mit der Trennung von Lastumschalter und Wähler entstehen neue Freiheitsgrade – für höhere Leistungen, mehr Stufen und wachsende Netze.
Typ D hatte – ähnlich wie Typ C – eine Produktionszeit von über 40 Jahren. Ursprünglich als Kleinserie entwickelt, wurde Typ D zu einem langjährigen Erfolgsmodell mit verschiedenen Weiterentwicklungen, die teilweise zu neuen Typbezeichnungen wie Typ F und Typ E führten. Die kontinuierliche Weiterentwicklung wurde durch steigende Anforderungen hinsichtlich Versorgungssicherheit bei wachsendem Energiebedarf und fortschreitendem Netzausbau ausgelöst.
MRs Typ D war als Lastumschalter/Wähler (diverter switch/tap selector) ausgeführt. Durch die Trennung von Lastumschalter und Wähler konnten höhere Schaltleistungen (Lastumschalter) und ein größerer Bereich möglicher Stufen durch unterschiedliche Wähler realisiert werden als bei Lastwählern – allerdings mit größeren Abmessungen. Die verschiedenen Lastumschalterausführungen wurden als Einzel-, Doppel- oder Dreifachwiderstandssysteme entwickelt, wodurch höhere maximal zulässige Stufenspannungen und/oder Lastströme möglich wurden. Die Schaltfolge wurde jedoch komplexer und stellte hohe Anforderungen an die mechanische Konstruktion.