Eine echte Evolution: 100 Jahre Laststufenschalter

Wie jede erfolgreiche Technologie hat sich auch der Laststufenschalter nicht linear entwickelt. Über Jahrzehnte hinweg entstanden neue Bauprinzipien, Materialien und Anwendungsklassen – parallel, verzweigt und immer wieder neu kombiniert. Diese Evolution erzählt die Geschichte eines technischen Systems, das sich stetig an veränderte Energie‑, Netz‑ und Marktanforderungen angepasst hat – bis hin zur integrierten Vakuum‑Ära von heute.

  • Evolution
    • Jahreszahl
      • 1933 – 1977
      • 1978 – 1999
      • 2000 – 2026
    • Netze
      • Höchstspannungsnetze
      • Hochspannungsnetze
      • Verteil- und Ortsnetze
    • Löschmittel
      • Öl
      • Vakuum
      • Trocken
    • Schalter
      • Lastumschalter
      • Lastwähler
    • Isolierung
      • Hartpapier
      • GFK
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  • 1933 – 1977
  • Verteil- und Ortsnetze
  • Öl
  • Lastumschalter
  • Hartpapier
1943

Die Evolution verzweigt sich
Typ D, F und E

Mit der Trennung von Lastumschalter und Wähler entstehen neue Freiheitsgrade – für höhere Leistungen, mehr Stufen und wachsende Netze.

Typ D hatte – ähnlich wie Typ C – eine Produktionszeit von über 40 Jahren. Ursprünglich als Kleinserie entwickelt, wurde Typ D zu einem langjährigen Erfolgsmodell mit verschiedenen Weiter­entwicklungen, die teilweise zu neuen Typbezeichnungen wie Typ F und Typ E führten. Die kontinuierliche Weiter­entwicklung wurde durch steigende Anforderungen hinsichtlich Versorgungs­sicherheit bei wachsendem Energie­bedarf und fortschreitendem Netzausbau ausgelöst.

MRs Typ D war als Lastumschalter/Wähler (diverter switch/tap selector) ausgeführt. Durch die Trennung von Lastumschalter und Wähler konnten höhere Schaltleistungen (Lastumschalter) und ein größerer Bereich möglicher Stufen durch unterschiedliche Wähler realisiert werden als bei Lastwählern – allerdings mit größeren Abmessungen. Die verschiedenen Lastumschalter­ausführungen wurden als Einzel-, Doppel- oder Dreifach­widerstands­systeme entwickelt, wodurch höhere maximal zulässige Stufen­spannungen und/oder Lastströme möglich wurden. Die Schaltfolge wurde jedoch komplexer und stellte hohe Anforderungen an die mechanische Konstruktion.