Eine echte Evolution: 100 Jahre Laststufenschalter

Wie jede erfolgreiche Technologie hat sich auch der Laststufenschalter nicht linear entwickelt. Über Jahrzehnte hinweg entstanden neue Bauprinzipien, Materialien und Anwendungsklassen – parallel, verzweigt und immer wieder neu kombiniert. Diese Evolution erzählt die Geschichte eines technischen Systems, das sich stetig an veränderte Energie‑, Netz‑ und Marktanforderungen angepasst hat – bis hin zur integrierten Vakuum‑Ära von heute.

  • Evolution
    • Jahreszahl
      • 1933 – 1977
      • 1978 – 1999
      • 2000 – 2026
    • Netze
      • Höchstspannungsnetze
      • Hochspannungsnetze
      • Verteil- und Ortsnetze
    • Löschmittel
      • Öl
      • Vakuum
      • Trocken
    • Schalter
      • Lastumschalter
      • Lastwähler
    • Isolierung
      • Hartpapier
      • GFK
  • Auswahl aufheben
Zurück zur Übersicht
  • 1933 – 1977
  • Höchstspannungsnetze
  • Öl
  • Lastumschalter
  • GFK
1961

Wachsen an den Grenzen des Machbaren
Typ G und K

Der Laststufenschalter folgt dem globalen Netzausbau und erreicht neue Leistungsdimensionen – entwickelt für höchste Spannungen und außergewöhnliche Anwendungen.

Mit dem Netzausbau außerhalb Europas und dem Einsatz höherer System­spannungen bis 765 kV entstand der Bedarf nach OLTCs mit höheren Lastströmen und Schalt­leistungen. Auch Maschinen­transformatoren benötigten aufgrund steigender Kraftwerks­leistungen OLTCs mit höheren Lastströmen, die von MRs Typ F nicht abgedeckt werden konnten.

Trotz erwarteter niedriger Stückzahlen stellte sich MR dieser Herausforderung und entwickelte den Typ G, der auch die größten dreiphasigen Lastströme bewältigen konnte und sich daher für Leistungs­transformatoren mit höchsten System­spannungen eignete. Der Typ G arbeitete nach dem Ein-Widerstands-Schaltprinzip, war jedoch in jeder Hinsicht größer als alle bisherigen Ausführungen. Er wurde zudem für den Einsatz in deutschen Kernkraftwerken zugelassen. Nach der Einführung glasfaserverstärkter Verbundwerkstoffe mit Typ M in den 1970er-Jahren wurde die ursprünglich aus ölgetränktem Hartpapier bestehende Isolierung des Lastumschalter-Ölgefäßes durch ein GFK-Rohr ersetzt.

Typ K wurde für Spezialanwendungen entwickelt und ausschließlich einphasig gefertigt.