Der Laststufenschalter folgt dem globalen Netzausbau und erreicht neue Leistungsdimensionen – entwickelt für höchste Spannungen und außergewöhnliche Anwendungen.
Mit dem Netzausbau außerhalb Europas und dem Einsatz höherer Systemspannungen bis 765 kV entstand der Bedarf nach OLTCs mit höheren Lastströmen und Schaltleistungen. Auch Maschinentransformatoren benötigten aufgrund steigender Kraftwerksleistungen OLTCs mit höheren Lastströmen, die von MRs Typ F nicht abgedeckt werden konnten.
Trotz erwarteter niedriger Stückzahlen stellte sich MR dieser Herausforderung und entwickelte den Typ G, der auch die größten dreiphasigen Lastströme bewältigen konnte und sich daher für Leistungstransformatoren mit höchsten Systemspannungen eignete. Der Typ G arbeitete nach dem Ein-Widerstands-Schaltprinzip, war jedoch in jeder Hinsicht größer als alle bisherigen Ausführungen. Er wurde zudem für den Einsatz in deutschen Kernkraftwerken zugelassen. Nach der Einführung glasfaserverstärkter Verbundwerkstoffe mit Typ M in den 1970er-Jahren wurde die ursprünglich aus ölgetränktem Hartpapier bestehende Isolierung des Lastumschalter-Ölgefäßes durch ein GFK-Rohr ersetzt.
Typ K wurde für Spezialanwendungen entwickelt und ausschließlich einphasig gefertigt.