Aus jahrzehntelanger Erfahrung entsteht ein modulares Prinzip, das Vielfalt beherrschbar macht und mit neuen Werkstoffen den Grundstein für eine neue OLTC‑Generation legt.
Seit Beginn der OLTC-Produktion hatte MR seine Marktposition stetig ausgebaut. Anfang der 1970er-Jahre entschied sich MR, einen völlig neuen, modernen OLTC-Typ für die Serienproduktion zu entwickeln – ein Meilenstein in der Evolution des Stufenschalterdesigns.
Die Erfahrungen aus über 30 Jahren Nutzung des Typs D und seiner Varianten zeigten, dass eine gewisse Variabilität hinsichtlich Laststrom, Spannungsanforderungen und Stufenzahl erforderlich war, ohne dass dafür jeweils völlig neue Konstruktionen notwendig wurden. Die Lösung war ein neu entwickeltes Modulsystem.
Neben einem modernen mechanischen Konzept wurden neue Isolierstoffe berücksichtigt. Ziel war es, die bisher im Lastumschalter eingesetzten ölgetränkten Hartpapier-Isolierungen weitgehend durch glasfaserverstärkte Verbundwerkstoffe zu ersetzen. Dieses revolutionäre Konzept stieß zunächst auf Widerstand bei Transformatorenherstellern und Endkunden, da Erfahrungen mit diesen Materialien fehlten. Die vollständige Umstellung erfolgte daher schrittweise in den ersten Produktionsjahren. Auch der Wähler wurde neu konstruiert, jedoch weiterhin mit Hartpapierisolierung ausgeführt. Dennoch markierte diese Generation den Beginn des großflächigen Einsatzes von GFK in Hochspannungstransformatoren und kommt bis heute zum Einsatz.
Schnell zeigte sich, dass die hohe Variabilität des Typs M für viele Anwendungen nicht erforderlich war. Daher wurde kurz nach der Markteinführung der kostengünstigere Typ MS entwickelt – mit vereinfachtem Wähler und weniger komplexem Lastumschalter.
Typ M und MS wurden zu großen Erfolgen und vielfach kopiert – sie gelten als Vorbilder der OLTC-Technologie.